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Birgit M.

Administrator

  • »Birgit M.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 8 563

Registrierungsdatum: 26. Juni 2004

Wohnort: Schleswig Holstein

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1

Donnerstag, 21. Juni 2012, 00:48

Wir waren Helden :-)

https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hph…091687438_n.jpg


Bist Du vor 1978 geboren?
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Bist Du nach 1978 geboren?
Hau ab, folgendes verstehst Du sowieso nicht!!! ;-)

Wie ist es nur möglich, dass wir, geboren in den 50-er, 60-er und 70-er Jahren, immer noch leben?

Gemäß Theorien von anno 2004-2005-2006 hätten wir schon längst Tot sein müssen.

Warum????

Wir saßen im Auto: Ohne Kindersitz, Sicherheitsgurt und Airbag!

Unser Bett war mit Farbe voller Blei und Cadmium angestrichen!
Auch die bunten Holzbauklötze, die wir uns begeistert in den Mund steckten…

Zuoberst an der Treppe gab es kein BfU-Sicherheitsgitter: Wer das Treppenlaufen nicht beherrschte und nicht aufpasste, purzelte hinunter und schlug sich die Fresse blutig.

Wenn wir nachts weinend im Bett aufwachten, so hörte uns niemand!
Falls wirklich etwas los war, so mussten wir ganz laut schreien, damit die Eltern aufmerksam wurden!
Babyfon? Von wegen!

Flaschen mit gefährlichem Inhalt (auch die aus der Apotheke, mit Salzsäure,Brennspiritus und so) konnten wir ganz einfach mit unseren Händchen und beschränkter Motorik öffnen!

Viele Türen (vor allen die vom Lift und den Autos) gingen einfach zu, und wenn unsere Fingerchen dazwischen kamen, tat‘s mehr als nur höllisch weh!

Wenn wir zu faul zum laufen waren, setzten wir uns hinten auf das Fahrrad unseres Freundes. Der strampelte sich einen ab, und wir versuchten, uns an den Stahlfedern des Velosattels festzuhalten!

AUAAAAA !!!

Einen Helm trug man nicht einmal auf dem Moped und schon gar nicht auf dem Fahrrad!

Wasser tranken wir vom Wasserhahn und nicht aus der Pet-Flasche!

Farb- und Aromastoffe muss es auch schon gegeben haben.
So rot, grün und gelb wie die Limonade damals war, sieht man heute keine mehr!

Einen Kaugummi legte man am Abend auf den Nachttisch und am nächsten Morgen steckte man ihn einfach wieder in den Mund!

In der Schule gab‘s nur eine einheitliche Grösse von Pulten. Die Luxusmodelle waren in der Schreibhöhe zwar verstellbar ... Aber alle hatten so eine herrlich-gefährliche Klappe dran!

Unsere Schuhe waren immer schon eingelaufen durch Bruder, Schwester, Neffe oder so.
Auch das Fahrrad war meistens entweder zu gross oder zu klein!

Überhaupt hatte ein Fahrrad keine Gangschaltung. Und wenn doch, dann nur eine mit 3 Stufen! Und wenn du einen Platten hattest, lerntest du vom Vater, wie man das selber flicken konnte! (Am Samstagnachmittag – mit Wassereimer, Schlauchwerkzeug, Schmirgelpapier und Gummilösung ...)

Wir verliessen frühmorgens das Haus und kamen wieder heim, wenn die Strassenbeleuchtung bereits eingeschaltet war.
In der Zwischenzeit wusste meistens niemand, wo wir waren ... und keiner von uns hatte ein Handy mit dabei!

Wir liessen im Wald „die Sau raus“ ... oder im Park auf Spielplätzen mit Sandkasten, Schaukeln und Klettergerüsten ... oder auf dem Pausenplatz, der kein Versammlungspunkt von irgendwelchen abartigen Schmutzfinken war.
Da lagen auch keine Spritzen und gebrauchte Kondome herum ...!

Wenn wir zu einem Freund wollten, gingen wir einfach hin!
Wir mussten nicht vorher anrufen und einen Termin vereinbaren!
Es kamen auch nie Erwachsene mit!

Wir assen Kekse und bekamen Brot mit viel echter Butter drauf!
Und davon wurden wir nicht dick!

Wir tranken aus der gleichen Flasche wie unsere Freunde und keiner machte deswegen ein Theater oder wurde gleich krank!

Wir hatten keine Playstation, Nintendos, X-box, 64 Fernsehsender, Videos, DVD‘s mit Dolby-Surround-Sound, MP3-Player, eigene Fernseher mit Satellitenempfang,
PC‘s und Internet ...
Wir hatten Freunde!

Das Fernsehprogramm begann erst um 18 Uhr!
Da kam (manchmal) eine Stunde lang etwas Lustiges für Kinder. Und wehe dem, der sich nachher traute aufzustehen um den einzigen Knopf für einen anderen Sender zu betätigen (fest am Apparat montiert). Die Eltern bestimmten, was und wie lange
„TV-geglotzt“ wurde!

Wir haben uns geschnitten, die Knochen gebrochen, Zähne raus geschlagen und niemand wurde vor den Richter zitiert.
Das waren ganz normale, tägliche Unfälle und manchmal bekamst Du hinterher (als erzieherische Zugabe) noch eins auf den Arsch!

Wir kämpften, schlugen einander grün und blau und es gab keinen Erwachsenen, der sich darüber aufregte.
Keiner hängte deswegen gleich eine „Peace“-Flagge zum Fenster raus!

Pädagogisch-verantwortliches Spielzeug machten wir selber; mit Knüppel schlugen wir auf Bälle ... wir bauten Seifenkisten, und merkten erst unten am Berg, dass wir die Bremse vergessen hatten!

Wir spielten Strassenfussball, und nur wer gut war, durfte mitspielen. Wer nicht gut genug war, musste zuschauen und lernen, mit der Enttäuschung umzugehen!
Da half nur Training!
Und das ging auch ohne Kinderpsychiater und
Rorschach-Test!

In der Schule gab es auch dumme Schüler. Sie gingen und kamen gleichzeitig mit den anderen und wir hatten den gleichen Lehrstoff. Manchmal mussten sie ein Jahr wiederholen und darüber wurde nicht diskutiert.
Auch nicht am Elternabend.
Der Lehrer hatte immer recht!

Wir machten unsere Pausenbrote selber, nahmen am Morgen einen Apfel mit, und wenn wir das vergassen, konnte man in der Schule nichts kaufen!

McDonalds? Burger-King? Döner-Bude? Snack-Bar? Imbiss-Stand? Pizza-Ecke?
M-Take-Away? Selecta-Automat?
FEHLANZEIGE!

Zur Schule gingen wir (auch im Winter) zu Fuss!
Velo-Berechtigung gab‘s erst bei Distanzen von 1 km und mehr (Luftlinie!).
Bäre-Abi? Libero-Tarifverbund?
PUSTEKUCHEN !!!

Wenn deine Mutter zum Abschied in der Türe stand oder dir aus dem Fenster nachwinkte, warst du eine Memme ...
Und kam sie sogar als „Begleitschutz“ mit, na dann „Gute Nacht“ !!!

Und wenn du dich wirklich in echte Gesetzeskonflikte gebracht hattest, dann waren die Eltern schnell mit der Polizei einer Meinung! Sie holten dich zwar auf der Wache ab - aber nicht um dich rauszupauken!
Daheim ging das Verhör gnadenlos weiter ...
ohne Jugendberater, Sozialarbeiter und anderen pädagogischen „Schöngeistern“!
Unsere Taten hatten Konsequenzen und wir konnten uns nicht verstecken!
Kinder-Sorgentelefon? Ach was !!! Es gab den Arsch voll und ohne zu Essen ins Bett.

Wir waren frei ... Und hatten Pech, und auch Erfolg, und trugen Verantwortung!
Und mussten lernen damit umzugehen!

Unsere Generation hat viele Menschen hervorgebracht, welche Probleme lösen können, die innovativ arbeiten und dafür Risiken eingehen - und die Folgen nicht scheuen ... !

Gehörst DU auch dazu?

GRATULIERE !!!!!

WIR WAREN HELDEN !!!

Geboren nach 1978 ????

Verdammt eigensinnig und erst noch weitergelesen, hä?
Jetzt weisst du, Weichschnäbi, was wahre Helden sind !!!

Schau in den Spiegel und schicke dann dies ruhig weiter!
Auch an die, die NACH 1978 geboren sind ... !!!
Sie können die „neuen“ Helden von morgen sein ...


:)
Alles geschieht zu seiner Zeit ! Der Weg ist das Ziel !! - Konfuzius

Kokosoel

Erleuchteter

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2

Samstag, 23. Juni 2012, 10:51

Ich komme auch noch aus der Zeit wo es Kassetten gegeben hat und das Tonband mit nem Holzstift wieder aufgespult wurde ;)...

Sehr lustig!!! :)
LG, Koko
---------
1. Lipo 01.07.10 / 10,2 Liter TLA / 3,125 l Fett / Knie, OS innen + außen
2. Lipo 24.09.10 / 8 Liter TLA / 2,5 l Fett // Fesseln, Hüfte, überm Po
3. Lipo geplant Sommer 2011-> OS vorne + hinten, Korrekturen - FERTIG! :daumen:

Karo

Erleuchteter

Beiträge: 848

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3

Donnerstag, 12. Juli 2012, 01:31

Und Schallplatten - Singela und LPs - und die durfte man nicht in der Sonne liegen lassen.... X(
Tapferkeit ist das Vermögen und der überlegte Vorsatz,
einem starken, aber ungerechten Gegner Widerstand zu leisten.
(Immanuel Kant)

Maddy

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4

Donnerstag, 12. Juli 2012, 19:32

Und Schallplatten - Singela und LPs - und die durfte man nicht in der Sonne liegen lassen.... X(
....oder gar auf 'nem geheizten Kachelofen ;) , so hab ich mir meine damalige Lieblings-LP von den " Rubettes" (falls die noch jemand kennt) versaut, sie hatte sich total verzogen.... logischerweise :mauer: , aber ich hab draus gelernt, nochmal ist mir das nicht passiert ;)

5

Dienstag, 17. Juli 2012, 20:40

Diesen Text kenne ich zwar schon ne Weile, er ist aber immer wieder gut! :daumen:

Was hab ich letztens irgendwo gelesen ...
"Früher klingelten sie an Haustüren, wir stehen heute draußen und schicken ne Sms oder sagen über Facebook Bescheid, dass wir draußen stehen."

Hach jaaaaa, früher wusste man noch, mit wem die Kids so um die Häuser zogen. :rolleyes:

Liebe Grüße,
Rea
(die vor wenigen Tagen ihrer staunenden Jüngsten erst erklären durfte, dass es mal eine Zeit gab, da musste man für ein Referat doch tatsächlich noch in Bibliotheken gehen! - Neeee Mama, eeecht? Ohne Google?! - Tja, weiß auch nicht, wie wir das gemacht haben ...) :lach:

6

Montag, 23. Juli 2012, 19:04

wie schön ....

Bei Bandsalat wurden versucht die Cassetten mit Tesa zu kleben, mal klappte es mal nicht....

Übrigens kennen die Büroleute noch einen Fernschreiber? Oder Lochkarten? Matrizen? Kopierer die stanken ... Ja wir waren Helden :daumen:

nickibrodt

unregistriert

7

Dienstag, 7. August 2012, 17:54

ohne Worte ..

ja , die gute alte Zeit ! Ich stand letztens in der Schlange an einem Postschalter , da sprach mich eine junge Frau an . : Entschuldigung - ich wollte einen Brief verschicken - wo muß ich denn die Adresse hinschreiben ? !!!!!! Ich mußte mich echt beherrschen um nicht laut zu lachen - das kommt davon wenn man nur sms schreibt .Ich persönlich finde ja handgeschriebene Briefe vieeeel schöner . Aber ich bin halt schon altmodisch aus den 70ern ;)

Tina 09

Anfänger

Beiträge: 1

Registrierungsdatum: 29. September 2010

Wohnort: Velbert

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8

Dienstag, 21. August 2012, 21:17

Oder Druckerendlospapier , dass man auseinander reißen mußte...
Diaprojektor und Sofortbildkameras....
Schwarz-Weiß-Fernseher.....
und wir leben :thumbup: noch..

Maddy

Fortgeschrittener

Beiträge: 40

Registrierungsdatum: 9. Juli 2009

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Beruf: Fremdsprachenkauffrau

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9

Donnerstag, 23. August 2012, 19:03

wie schön ....

Bei Bandsalat wurden versucht die Cassetten mit Tesa zu kleben, mal klappte es mal nicht....

Übrigens kennen die Büroleute noch einen Fernschreiber? Oder Lochkarten? Matrizen? Kopierer die stanken ... Ja wir waren Helden :daumen:
Ohja, ich habe den Fernschreiber geliebt - bzw. das Bedienen des Fernschreibers, das hat richtig Spaß gemacht. Da erinnere ich mich doch gleich an die alten Verfahren zum Vervielfältigen, die fand ich dann allerdings weniger schön ;). Beispielsweise Hektographie, in der ehemaligen DDR unter "Ormig"-Verfahren bekannt. Das war eklig und stinkend und sicherlich auch nicht gesund.

Hippolein

unregistriert

10

Donnerstag, 11. Juli 2013, 23:50

Da wurde das Bier auch noch mit Pferdewagen geliefert. Im Sommer lagen auf dem Wagen riesige Eisklötze, das Wasser lief vom Wagen herunter. Wenn abgeladen wurde, bekamen die Pferde Hafersäckchen dierekt unters Maul gehängt. So konnten sie in der Pause fressen.
Da gab es noch Motorsägen, die man bestellen konnte, die rappelten dann durch den Ort und sägten einem das Feuerholz in Stücke, welches man dann noch kleinhacken mußte.
Kaffee wurde 125g weise verkauft und Zigaretten zu 5 Stück die Packung (gab es auch größer).
Der größte Renner war für 1,50 DM einen Hulahupreifen. Der Preis war schon fast ein Vermögen.
Wir sind im Sommer noch barfuß durch die Gegend gerannt und etwas später haben wir dann Cowboy und Indianer gespielt. Das aller schönste war, wenn man mit Schulkoleginnen und Nachbarskinder im Freien rumsausen konnte, immer an der damals noch frischen Luft.
Ach ja, da war man auch noch so gaga und hatte oft einen kleinen Eimer und eine Schaufel mit, man wußte ja nie, wo Pferdeäpfel herumlagen, die man für den Garten brauchen konnte oder man ging dierekt mit der Schubkarre auf Suche solcher. Wir Kinder freuten uns, wenn wir mit durfen um vorauszueilen und sie zu suchen und dann stolz darauf zeigten, wenn wir was gefunden hatten.
Wir lebten in einer Kleinstadt, nicht in einem Dorf.
Die Milch holte man beim Milchman der sie einem in eine Milchkanne abfüllte. Diese Milch wurde noch echt sauer und nicht schlecht. Wir haben es gut überlebt ohne pastorisierung und homogenesierung.

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