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Birgit M.

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Donnerstag, 30. April 2015, 16:52

1. Mai - Der Tag der Arbeit und seine Geschichte

Der Tag der Arbeit und seine Geschichte

Dossier zum 125. Jahrestag des 1. Mai
Mainelke Arbeiter


DGB/Simone M. Neumann

Tag der Arbeit, Maifeiertag oder Kampftag der Arbeiterbewegung – der 1. Mai ist ein Datum von großer Symbolkraft. Seine Geschichte reicht weit in die Frühzeit der Industrialisierung zurück, seine Wurzeln hat er im Kampf der Arbeiter um den Achtstundentag. Als die Geburtsstunde des Tages der Arbeit gelten heute die „Haymarket Riots“ von Chicago im Jahr 1886.

1890 wurde der 1. Mai erstmals von Millionen Menschen weltweit begangen. 2011 jährte sich das Massaker auf dem Chicagoer Haymarket zum 125. Mal. Zu diesem Anlass erinnerte der DGB an die wichtigsten Meilensteine der Geschichte mit einer kleinen Serie.

http://www.dgb.de/themen/++co++4b259ae4-…08-00188b4dc422

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Donnerstag, 30. April 2015, 16:58

1. Mai: Tag der Arbeit und Maifeiern

In vielen Ländern ist der 1. Mai ein Feiertag. An diesem Tag muss man nicht zur Schule oder zur Arbeit gehen, man hat also frei, obwohl er "Tag der Arbeit" heißt. Häufig feiert man in den 1. Mai hinein: Es werden Partys zum "Tanz in den Mai" veranstaltet, es wird ein Maibaum aufgestellt oder ein Maifeuer entfacht - und je nach Region wird zum Beispiel auch ein Maikönig gewählt. Auf der anderen Seite werden am 1. Mai Protestveranstaltungen abgehalten und es kommt besonders in den großen Städten auch zu Unruhen und Randalen. Das hängt mit dem Ursprung des Feiertages zusammen, denn dieser geht auf die Arbeiterbewegung zurück. Was wird denn nun eigentlich am 1. Mai gefeiert?

Der 1. Mai war nicht immer der Tag der Arbeit. Erst seit 1886 wird dieser Tag als solcher gefeiert. Seinen Ursprung finden wir in den USA: Im 19. Jahrhundert waren die Bedingungen für die Arbeiter noch sehr hart. Die Menschen mussten zehn Stunden und mehr am Stück arbeiten und erhielten dafür nur einen sehr geringen Lohn, von dem sie gerade so überleben konnten. Selbst Kinder mussten hart arbeiten und so etwas wie Urlaub, geschweige denn Urlaubsgeld, gab es nicht. Als Arbeiter hatte man kaum Rechte und man wurde regelrecht ausgebeutet. Die Arbeit in den Fabriken war zudem sehr gefährlich, es gab kaum Sicherheitsvorkehrungen. Hinzu kam noch, dass es sehr laut und schmutzig war.

Die Arbeiter mussten also nicht nur körperliche Schwerstarbeit verrichten, sondern gefährdeten auch noch ihre Gesundheit. Wenn sie krank wurden, mussten sie trotzdem weiter arbeiten. Denn eine "Lohnfortzahlung" bei Krankheit, wie wir sie heute kennen, gab es nicht - erschien man nicht zur Arbeit, dann gab es auch kein Geld. Aber die Arbeiter waren auf ihren mickrigen Hungerlohn angewiesen und konnten es sich nicht leisten, ihre Rechte einzufordern und zu riskieren, dass man sie feuerte. Die Arbeitsbedingungen waren also sehr unfair und unmenschlich. Daher begannen mit der Zeit immer mehr Arbeiter, sich gegen die Bedingungen zu wehren. Aber nur wenn genügend Menschen protestieren würden, bestand die Chance, etwas zu erreichen und zu verändern. Schließlich waren die Fabrikbesitzer darauf angewiesen, dass sie genügend Arbeiter hatten.

Der große Protest vom 1. Mai 1886

So kam es am 1. Mai 1886 erstmalig zu einem großen Protest in den USA, bei dem mehr als 340.000 Arbeiter auf die Straßen gingen und streikten - sie weigerten sich also zu arbeiten. Die wütenden Menschen forderten bessere Arbeitsbedingungen, einen kürzeren Arbeitstag und mehr Lohn für ihre Arbeit. Der größte Streik fand in Chicago statt, bei dem allein mehr als 90.000 Menschen protestierten. Nach zwei Tagen kam es zu schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei und viele Menschen mussten ihr Leben lassen. In die Geschichte ist dieses Ereignis auch unter dem Begriff "Haymarket Riot" eingegangen - der Name geht auf den Platz Haymarket in Chicago zurück.

- weiter -

http://www.helles-koepfchen.de/artikel/3479.html

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