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Birgit M.

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Dienstag, 1. Oktober 2019, 00:21

Ärzte Zeitung - Worauf Diabetiker beim Reha-Antrag achten müssen

Ärzte Zeitung online, 30.09.2019

Worauf Diabetiker beim Reha-Antrag achten müssen

Für Beschäftigte, die an Typ-2-Diabetes erkrankt sind, kann eine medizinische Reha ratsam sein. Doch welcher der Kostenträger ist zuständig – und was passiert eigentlich während der Reha? - Von Thomas Hommel

Eine medizinische Reha dauert in der Regel drei Wochen.


BERLIN. Etwa sieben Millionen Menschen in Deutschland sind derzeit an Diabetes mellitus erkrankt – das Gros von ihnen, etwa 90 Prozent, an einem Typ-2-Diabetes. Dass diesen Patienten grundsätzlich die Möglichkeit offensteht, auf sachkundige Unterstützung in Form einer Reha-Maßnahme zurückzugreifen, wissen viele jedoch nicht.

Darauf hat jetzt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hingewiesen und einen Überblick wichtiger Fragen und Antworten rund um die medizinische Rehabilitation bei Typ-2-Diabetes sowie zur entsprechenden Antragstellung veröffentlicht. Die Hinweise sind sowohl für Patienten wie auch für behandelnde Haus- und Fachärzte interessant.
Wann eine Reha angezeigt ist

Bei der Behandlung der Diabetes-Erkrankung stehe die „Hilfe zur Selbsthilfe“ im Mittelpunkt, hebt die DDG hervor. Die Betroffenen sollten dazu befähigt werden, ihre Erkrankung so zu managen, dass ihre Lebensqualität nicht beeinträchtigt sei. „Ist jedoch die Stoffwechseleinstellung auf Dauer unzureichend, sind Erwerbsfähigkeit und Selbstständigkeit des Patienten gefährdet“, warnt Privatdozent Dr. Erhard Siegel von der DDG. Spätestens dann sei eine Reha-Maßnahme in Erwägung zu ziehen.

Zu den drei „harten“ Kriterien, die dringenden Reha-Bedarf begründen, zählen Experten zufolge schlechte Stoffwechseleinstellungen mit erhöhtem HbA1c-Wert, häufige Unterzuckerungen in der Vergangenheit sowie arbeitsplatzbedingte Probleme im Umgang mit der Erkrankung.

„Liegen bereits Begleit- oder Folgeerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder diabetesbedingte Schädigungen der Augen, Nerven oder Nieren vor, ist der Bedarf umso höher“, weiß Stephan Ohlf vom Vorstand des Bundesverbandes Klinischer Diabetes-Einrichtungen (BVKD). Hinzu kommen weitere Kriterien, die neben Übergewicht, Bluthochdruck oder Depression auch Lebensstilfaktoren einschließen.

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