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Häschen

Anfänger

  • »Häschen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1

Registrierungsdatum: 29. Juli 2019

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1

Donnerstag, 1. August 2019, 21:27

Vorstellung

Hallo ihr Lieben,
ich möchte mich auch vorstellen. Ich bin 32 Jahre alt und lebe in München.Ich habe noch keine gesicherte Lipödem-Diagnose, aber am 18.10. habe ich einen Termin bei einem Münchner Phlebologen.Auf die Idee, dass ich eventuell an einem Lipödem leiden könnte, kam ich im März 2018. Ich war mit meiner Familie in einem Wellnesshotel und habe dort wegen meiner schweren Beine ein Lymphdrainage gebucht. Die Therapeuthin hat einen Blick auf meine Beine geworfen und gleich den Verdacht geäußert. Sie hat mir geraten, mich diesbezüglich einmal untersuchen zu lassen. Ich hatte dann zuhause auch angefangen zu recherchieren, aber als ich dann begriff, um was es sich handelt, habe ich alles schnell wieder verdrängt.Vor einigen Wochen schickte mir meine Mutter einige Links zum Thema Lipödem und ich fing wieder an mich damit zu beschäftigen.
Es treffen viele Symptome auf mich zu und ich will diesbezüglich einfach Klarheit.Ich hatte schon immer recht stämmige Beine, war aber nie richtig dick. Als ich 22 war bekam ich die Diagnose Hashimoto, mittlerweile nehme ich 112 mikrogramm L-Thyroxin. Zur selben Zeit habe ich festgestellt, dass meine Oberarme mittlerweile auch recht dick waren und habe beschlossen, ein paar Pfunde abzunehmen. Ich habe mich also im Fitnessstudio angemeldet und auf meine Ernährung geachtet. Ich hatte auch ganz gut abgenommen, aber kaum an Armen und Beinen, um die es mir ja v.a. ging. Also habe ich mit Krafttraining und low carb angefangen, an Bauch und Rücken hat man das auch ganz gut gesehen, aber Arme und Beine sahen immer noch so aus wie zuvor. So ging das mehrere Jahre bis ich immer frustrierter und mein Verhältnis zum Essen ziemlich gestört war. In dieser Zeit wog ich immer so zwischen 65 und 75 kg bei einer Größe von 1,70 m. 2016 haben dann die Schmerzen in Armen und Beinen eingesetzt. Allerdings habe ich von Zeit zu Zeit auch Schmerzen in den Handflächen und Fußsohlen. Deshalb habe ich mich von meinem Hausarzt und später auch von einer Rheumatologin auf Rheuma testen lassen. Aber alle Tests waren negativ. Die Rheumatologin sagte mir, ich hätte zwar erhöhte Entzündungswerte, die könne sie aber nicht zuordnen. Sie hatte mir erstmal für einen längeren Zeitraum niedrig dosiertes Ibuprofen und Vitamin D verschrieben. Danach hatte ich beruflich und privat eine extrem schwere Zeit, die mir körperlich und seelisch sehr viel abverlangt hat, und ich nam leider ca. 10 kg zu, die ich bis heute einfach nicht mehr loswerde. Ist es möglich, dass durch diese schwere Zeit ein Schub ausgelöst wurde?
Besonders schlimm waren die Schmerzen dieses und auch letztes Jahr an den extrem heißen Tagen. Da hab ich dann immer das Gefühl, meine Beine platzen bald. Die Dellen an meinen Oberschenkeln jucken ab und zu unerträglich. Meine Füße und Hände sind sehr schlank, gleich über meinen Knöcheln wölben sich meine Waden, die mittlerweile, wie auch meine Oberarme, ebenfalls schon Dellen haben. Ich habe auch sehr oft blaue Flecken. Wenn ich abends mit meinem Freund auf der Couch liege, finde ich oft keine bequeme Position, weil ich nicht weiß, wie ich meine Beine lagern soll. Immer tut irgendetwas weh, oder es ist zumindest unangenehm.

So, jetzt wisst ihr ein bisschen über mich und meinen bisherigen Weg.
Viele Grüße aus München und bis bald :)

Birgit M.

Administrator

Beiträge: 9 139

Registrierungsdatum: 26. Juni 2004

Wohnort: Schleswig Holstein

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2

Freitag, 2. August 2019, 20:37

Hallo Häschen,

herzlich Willkommen hier in unserem Forum :blume:

Für München und Umgebung haben wir einige Ärzte und Kliniken gelistet die sich mit einem Lipödem auskennen,
vielleicht dort mal anrufen um einen näheren Termin zu bekommen :-)

Einige Mitglieder hier sind in Münchner Kliniken und Umgebung operiert worden,
mit guten Ergebnissen :-)

Dazu haben wir einen große Datenbank mit vielen Informationen :-)

Ansonsten, wenn immer es möglich ist die Beine hochlagern
und bei sehr heißen Temperaturen ... kühlen :-)

Bezüglich der Diagnose Hashimoto ist hier ebenso einiges zu finden :-)

Einfach den Suchbutton benutzen, da lässt sich einiges finden :-)

Ich nehme mal an, das du keine Kompressionssachen trägst ?

Was sagt denn dein Hausarzt zu deinem vermuteten Krankheitsbild, könnte er dir Kompressionssachen verschreiben die doch einiges an Erleichterung bringen könnten ?

Wenn du Fragen hast - einfach fragen :-)


Grüße aus dem Norden,

Birgit M.
Alles geschieht zu seiner Zeit ! Der Weg ist das Ziel !! - Konfuzius

PandoraH

Erleuchteter

Beiträge: 2 813

Registrierungsdatum: 3. September 2011

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3

Montag, 12. August 2019, 23:18

Hallo Häschen,

wenn es sich um ein Lipödem handelt, wovon nach Deinen Schilderungen leider auszugehen ist, dann ist mit einem Fortschreiten der Erkrankung zu rechnen, insbesondere bei hormonellen Einflüssen usw. Vielleicht kann eine konservative Behandlung, bestehend aus Kompressionsversorgung und Lymphdrainage, Linderung bringen. Ich sage es zwar ungern, da es ein Reizthema ist, aber Gewichtskontrolle ist auch nicht unwichtig, falls nötig und möglich.

Ansonsten findest Du, wie Birgit schon schrieb, viele Informationen in den Berichten der Betroffenen, von denen viele eine wahre Odyssee hinter sich bringen mussten bis zur Diagnose und Behandlung, ob nun konservativ oder chirurgisch. Dabei sollte es eigentlich kein Hexenwerk sein, ein Lipödem diagnostizieren zu können. Das könnte m. E. sogar ein Radiologe mittels Ultraschall und unter Berücksichtigung typischer Beschwerden.

In puncto Behandlung und Forschung ist man u. a. im Klinikum rechts der Isar sehr kompetent. Vielleicht wäre das auch für Dich eine gute Anlaufstation, da Du aus München kommst. An den Ambulanzen der Kliniken ist manchmal die Wartezeit auf einen Termin kürzer als bei den niedergelassenen Ärzten, wie ich es z. B. auch von der Lymphologischen Spezialsprechtunde der Uniklinik Göttingen weiß. https://www.plastchir.med.tum.de/de/fors…udienaufruf.php

Bitte halte uns auf dem Laufenden, wie es für Dich weitergeht.
Viele Grüße
Pandora

„Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.“
(Vaclav Havel)

Das Lipödem-Board auf Facebook (die Seite ist ohne Registrierungsvorgang zugänglich):
https://www.facebook.com/pages/Lipödem-B…654923054524175

Amelia

Schüler

Beiträge: 7

Registrierungsdatum: 8. November 2019

Wohnort: Würzburg

Beruf: Medizinische Fachangestellte

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4

Samstag, 9. November 2019, 14:44

Hat sich deine Vermutung bestätigt?

Hallo Häschen,

hat sich die Diagnose bei Dir denn bestätigt?
Ich habe meine Diagnose Anfang Oktober erhalten und auch bei mir war vermutlich eine hormonelle Umstellung an diesem neuen nun merklichen Schub die Ursache. Ich habe seit Frühjahr 2018 eine Veränderung schon bemerkt und jetzt im Frühjahr nochmal, hier war ich auch zum ersten Mal (wissentlich) schwanger und habe das Kind dann im Juni leider durch eine Fehlgeburt verloren. Jetzt noch die Bestätigung der Lipödem-Diagnose, ich muss sagen, dass mich das schon nochmal ganz schön aus der Bahn geworfen hat. Ich habe jetzt noch mehr Angst meine Familienplanung anzugehen bzw. das Geschehene zu verarbeiten. Ich weiß gerade nicht wirklich weiter, was man richtig entscheidet, oder was nicht. ICh dachte eigenltich vor dem Termin beim Gefäßchirurgen, dass ich mich bereits gut belesen habe und eigentlich weiß, was zu tun ist und wie der Weg sein wird, auch wenn er sehr steinig und hart wird. Dennoch traf es mich wie ein Schlag und ich bin tatsächlich nach der Diagnose nochmal richtig zusammengesackt mental, konnte Tage lang nicht darüber sprechen.
Eine Kollegin von mir hatte das Lipödem auch, ist 2018 insgesamt 3x operiert worden. Auch von ihr wusste ich daher schon viel und auch nicht nur negatives. Ich hoffe, dass es Dir einigermaßen gut geht und Du eine gute Hilfe bekommst durch die Ärzte. EIne Entscheidung, egal zu welcher Therapie kann man nur selbst treffen, aber ich hoffe, dass wir durch die Unterhaltung mit anderen Betroffenen die Entscheidung sicherer treffen können. Ich beispielsweise bin mir sehr unsicher, ob ich die konservative Therapie wirklich durchstehe, dabei gibt es sicherlich viele Frauen, die das bereits seit Jahren machen und damit klar kommen müssen.
Ich finde es gut, dass die Krankheit immer mehr publik gemacht wird und jetzt auch darüber gesprochen wird und es einfach dazu kommt, dass man den Frauen auch versuchen will zu helfen.
Ich würde mich freuen, von Dir zu lesen, wie Deine Vorstellung beim Arzt vor 3 Wochen war und welche TIpps er Dir vielleicht auch gegeben hat.

Beste Grüße
:margerite: Amelia

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