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PandoraH

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Donnerstag, 29. September 2011, 16:58

Risiken und Nebenwirkungen

"Erysipel und Immunsystem"

K. Schmolke
Institut für Medizinische Immunologie, Charité - Universitätsmedizin Berlin

Zitat

Zusammenfassung:
Ödematöse Gliedmaßen neigen zu rezidivierenden Erysipelen, einer Streptokokkeninfektion der Haut. Entzündungsmediatoren führen zum Ödem, welches wiederum zu erhöhter Empfänglichkeit für Infektionen führt - ein Teufelskreis. Die spezifische Immunabwehr ist zum Transport ihrer zellulären Komponenten auf die Lymphwege angewiesen, ödembedingte Lymphostase führt zur Immunostase. Obwohl jede Entzündung das Lymphgefäßsystem weiter schädigt, gibt es Hinweise darauf, dass das Ödem als primäre Ursache der Infektionsanfälligkeit zu bewerten ist.


Weiterführende Informationen und
Quelle http://www.aerztekammer-bw.de/10aerzte/2…ologie/1002.pdf
LymphForsch 14 (2) 2010
Viele Grüße
Pandora

„Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.“
(Vaclav Havel)

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2

Donnerstag, 29. September 2011, 17:13

Erysipel-Prophylaxe

Die Wundrose (Erysipel), eine durch Streptokokkenbakterien hervorgerufene Entzündung,
ist die häufigste Komplikation des Lymphödems.

  • Zur Erysipelprophylaxe 4-6mal täglich ein Desinfektionsmittel auf jede Bagatellverletzung des geschädigten Armes/Beines über mehrere Tage auftragen.

  • Beim Auftreten eines Erysipels (Schwellungszunahme, Rötung, Schmerzen, Fieber)
    Penicillinbehandlung, bei Penicillinallergie Erythromycin- oder Tetracyclinbehandlung.

  • Desinfektionsmittel und Antibiotikum zu Hause und im Urlaub immer bei sich haben.


(nach Empfehlung von Dr. U. Herpertz, siehe Verhaltensregeln Beinlymphödem)
Viele Grüße
Pandora

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Donnerstag, 29. September 2011, 17:22

Hautprobleme

"Hautpflege bei lymphostatischen Ödemen"

A. Miller, K. Knetsch
1MVZ Polikum Friedenau, Berlin, 2Amts-Apotheke zum Engel, Weilburg

Zitat

Zusammenfassung
Bei chronischen lymphostatischen Ödemen sind die epidermale Differenzierung und
die Bildung des Säureschutzmantels der Haut gestört. Lymphfisteln und herabgesetzte
lokale Immunabwehr erhöhen das Infektionsrisiko. Durch Kompressionsmaterial
wird der Haut zusätzlich Fett und Feuchtigkeit entzogen. Friktion führt zu
einer frühzeitigen Abschilferung von Korneozyten im Stratum corneum. Hautpflege
sollte aus fettenden Grundlagen wie lipophiler Creme bestehen. Zur Stabilisierung
des Fett- und Feuchtigkeitsgehaltes sind Glyzerin und Harnstoff geeignet. Bei der
weiteren Zusammensetzung sind Sensibilisierungen zu beachten. Kompressionsmaterial wird durch Externa nicht beschädigt. Es gibt inzwischen Kompressionsstrümpfe mit eingearbeitetem Pflegeprodukt.


Weiterführende Info und
Quelle: http://www.lymphologic.de/cms/upload/dateien/miller_anya.pdf
LymphForsch 11 (1) 2007; 29–33
Viele Grüße
Pandora

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Donnerstag, 29. September 2011, 17:34

Verhaltensregeln bei Beinlymphödem

Wichtig bei bestehendem Ödem, um einer Verschlechterung der Schwellung vorzubeugen, und für Ödemgefährdete, um eine Ödementstehung zu verhindern

Ödemgefährdet ist, wer an der Beinwurzel eine Operation (Lymphknotenausräumung von Leiste, Becken oder Bauch) oder Bestrahlung erlitten hat.

Ziel dieser Verhaltensregeln ist es, am Bein eine weitere Schädigung der restlichen Lymphgefäße zu verhindern und die Bildung von Lymphflüssigkeit möglichst gering zu halten. Eine Ödemverbesserung ist meist nur durch die physikalische Ödemtherapie, der Kombination aus manueller Lymphdrainage, Kompressionsbehandlung, Entstauungsgymnastik und Beinhochlagerung möglich. Die Bandagen oder Kompressionsstrümpfe sollten, außer im Liegen, möglichst dauernd getragen werden. Nachts kann eine leichte Bandage oder ein leichter Kompressionsstrumpf benutzt werden.

  • Vorsicht vor Verletzungen
    (Große, kleine und auch wiederholte kleinste Verletzungen führen zur Zerstörung von Lymphgefäßen oder zu Blutergüssen, welche die Lymphflüssigkeitsmenge erhöhen)

  • Vorsicht vor Überbelastungen
    (Führen durch Zunahme der Lymphflüssigkeitsmenge zu einer Ödemverstärkung)

  • Vorsicht bei klassischer Knetmassage
    (Die durch Massage erhöhte Gewebsdurchblutung führt zu verstärkter Lymphflüssigkeitsbildung, außerdem Gefahr der Hämatombildung).

  • Vorsicht vor Überwärmung
    (Führt zu gesteigerter Lymphflüssigkeitsbildung)

  • Vorsicht vor Erfrierungen
    (Starke Unterkühlungen und Erfrierungen erzeugen Blutgefäßwandschädigungen, die bei der nachfolgenden Erwärmung mit verstärkter Durchblutung zu gesteigerter Lymphflüssigkeitsbildung führen)

  • Vorsicht vor Entzündungen
    (Führen zu einer starken Erhöhung der Lymphflüssigkeitsbildung, besonders bei bakteriellen Entzündungen)

  • Vorsicht vor Ekzemen
    (Führen zu einer Erhöhung der Lymphflüssigkeitsbildung)

  • Vorsicht vor einengender Kleidung
    (Die restlichen Lymphgefäße werden eingeengt, besonders die oberflächlichen unter der Haut und so der Lymphabfluss behindert)

  • Vorsicht vor Operationen am Ödembein und zugehörigen Rumpfquadranten
    (Führen zu Zerstörungen von Lymphgefäßen und somit zu verschlechtertem Lymphabfluss, daher nur bei einer lebensnotwendigen Operation erlaubt)

  • Vorsicht vor Übergewicht
    (Fettmassen führen zu einer Komprimierung von Lymphgefäßen, so dass der Abfluss zusätzlich behindert wird)


Mit freundlicher Genehmigung durch Herrn Dr. Ulrich Herpertz
http://www.lymphforum.de/

Kompletter Text der Verhaltensregeln:
»PandoraH« hat folgende Datei angehängt:
Viele Grüße
Pandora

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