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Birgit M.

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Montag, 15. Februar 2016, 23:55

Ärzte-Zeitung: Bleibt Solidarprinzip auf der Strecke?

Ärzte Zeitung, 12.02.2016
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Preiskampf unter Kassen
Bleibt Solidarprinzip auf der Strecke?


So lange einige Krankenkassen noch Zusatzbeiträge bieten, die deutlich unter dem Durchschnitt liegen, ist für die Bundesregierung die Welt in Ordnung. Die Kollateralschäden dieses reinen Preiswettbewerbs werden selten öffentlich.

NEU-ISENBURG. Die Bundesregierung wird nicht müde, den aus ihrer Sicht funktionierenden Wettbewerb zwischen Krankenkassen zu preisen.

66 der 117 Kassen weisen aktuell einen Zusatzbeitrag unter 1,1 Prozent auf, darauf wies BMG-Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz (CDU) noch Ende Januar im Bundesrat hin.

Die Botschaft: Versicherte, die es billiger wollen, sollen halt wechseln. Nur selten wird offenbar, in welchem Maße diese Form von Preiswettbewerb das auf Solidarität fußende GKV-System aus den Angeln hebt.

Dies geschieht in der Regel nur dann, wenn vertrauliche Dokumente der Kassen öffentlich werden.

So wie im Jahr 2012, als die KKH-Allianz in der Kritik stand. Die internen Dokumente, die der "Ärzte Zeitung" vorliegen, sprechen eine eigene Sprache: Mit der "Scharfschaltung der Zusatzbeiträge wird der Versorgungswettbewerb zum Preiswettbewerb", heißt es damals.

"Gesundheitsbewusste und erfolgreiche Menschen"

Ein privater Kooperationspartner der Hanseatischen Krankenkasse (HEK) informiert im Mai 2015 im Online-Außendienstportal Mitarbeiter mit diesen Worten: Die HEK (Zusatzbeitrag: 1,0 Prozent) wende sich "überwiegend" an "gesundheitsbewusste und erfolgsorientierte Menschen" mit einem "überdurchschnittlichen Jahreseinkommen".

Zur bevorzugten Klientel gehörten "Akademiker, kaufmännische Angestellte, Auszubildende und Studenten, Selbstständige, Familien", heißt es dort.

Wie sollen Versorgerkassen sich zu Wettbewerbern positionieren, die sich selbst als - so wörtlich - "Business K(l)asse" präsentieren? Das Rezept der Koalition mit Blick auf die Versicherten ist einfach und heißt Kassenwechsel.

Auf der Strecke bleibt dabei der Versorgungswettbewerb: "Die Effekte einer verbesserten Prävention oder Versorgung werden erst zu einem späten Zeitpunkt wirksam - zu dem aber viele Mitglieder längst zu einer Kasse mit einem geringeren Zusatzbeitrag gewechselt sind", sagt KKH-Sprecherin Preußner.

http://www.aerztezeitung.de/politik_gese…_-Krankenkassen
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