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PandoraH

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1

Samstag, 12. Januar 2019, 14:27

Ärzteblatt 11.01.2019: Spahn will Liposuktion zur Kassenleistung machen

Zitat

Berlin - Krankenkassen sollen nach dem Willen von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) künftig die Kosten für eine Liposuktion zur Behandlung des Lipödems übernehmen.

...........

Zitat

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) begrüßte heute die Initiative des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ters. Es gehe um zentrale Leistungsfragen der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung und damit um gesamtgesellschaftliche Fragestellungen, die einen breiten demokratischen Konsens benötigte, so die DKG. In den vergangenen Jahren hätte die „dominante Kostenträgerseite in der Selbstverwaltung medizinisch sinnvolle Leistungen oftmals verhindert“.


Quelle und weiter zum kompletten Text: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/1…leistung-machen

Eine sehr interessante Meldung, die es wert ist, komplett gelesen zu werden, denn es betrifft im Prinzip nicht nur die Behandlung des Lipödems.
In den Kommentaren geht es jedoch bisher vornehmlich um das Lipödem und die Kosten. Wir können uns auf eine sehr kontroverse Diskussion, gerade mit Sicht auf das Lipödem und seine Begleiterkrankungen, einstellen.
Viele Grüße
Pandora

„Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.“
(Vaclav Havel)

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PandoraH

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2

Donnerstag, 17. Januar 2019, 20:58

Kommentare sind immer hochinteressant, denn auf dem Portal des Ärzteblatts outet sich ein Dr. med. Thomas G. Sch. als Hüter eines maroden Systems, das Patientinnen eine weitaus wirksamere chirurgische Behandlung (Liposuktion) verweigert mit Verweis auf die seit Jahrzehnten -erfolglos, aber kostspielig- angewandte konservative Therapie (KPE, bestehend aus lebenslang zu tragender Kompressionsbestrumpfung und Manueller Lymphdrainage) die
a) nur der Krankheit hinterläuft,
b) ihr Fortschreiten nicht verhindern kann und für die last but no least
c) bis heute keine wissenschaftliche Evidenz bzgl. der langfristigen Wirksamkeit vorliegt
(Das Lipödem. Ärzteblatt Sachsen Ausg. 11/2012
https://www.slaek.de/media/dokumente/04p…12/aebl1112.pdf )

Das BSG hat mit seinem Urteil v. 24.04.2018 mal so eben ein Gesetz außer Kraft gesetzt, und zwar SGB V, § 137 c, Abs. 3:

Zitat

Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, zu denen der Gemeinsame Bundesausschuss bisher keine Entscheidung nach Absatz 1 getroffen hat, dürfen im Rahmen einer Krankenhausbehandlung angewandt werden, wenn sie das Potential einer erforderlichen Behandlungsalternative bieten und ihre Anwendung nach den Regeln der ärztlichen Kunst erfolgt, sie also insbesondere medizinisch indiziert und notwendig ist. Dies gilt sowohl für Methoden, für die noch kein Antrag nach Absatz 1 Satz 1 gestellt wurde, als auch für Methoden, deren Bewertung nach Absatz 1 noch nicht abgeschlossen ist.
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__137c.html

Das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen, denn wir leben in einem Rechts- und nicht in einem Willkürstaat, auch wenn es für von Lipödem Betroffene besonders schwer erscheint, an ihr Recht zu kommen.
Viele Grüße
Pandora

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